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Bei den EU-Förderungen ist zwischen den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) der EU-Regionalpolitik und den EU-Aktionsprogrammen zu unterscheiden. Die Regionalpolitik der Europäischen Union (EU) ist eine strategische Investitionspolitik. Sie richtet sich an alle Regionen und Städte in der Europäischen Union, um die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, das Wirtschaftswachstum, eine nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität der EU-Bürger zu fördern. Die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) sind der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF), der Kohäsionsfonds (KF), der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Europäische Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Der Kohäsionsfonds kommt in Kärnten nicht zur Anwendung.


EU-Förderungen aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) unterscheiden sich von EU-Förderungen im Rahmen von Aktionsprogrammen in unterschiedlichen Politikbereichen darin, dass sie unterschiedlich vergeben und verwaltet werden. Die EU-Förderungen aus den ESIF werden innerhalb Österreichs verwaltet und abgewickelt. Die Mittel werden im Rahmen der EU-Regionalpolitik von der Europäischen Kommission an die EU-Mitgliedstaaten indikativ zugeteilt und dann innerhalb Österreichs verwaltet. Österreich-intern erfolgt eine Länderzuteilung. Die EU-Mittel werden noch mit weiteren Mitteln des Bundes und des Landes Kärnten aufgestockt. Diese Ko-Finanzierungsraten sind fonds- bzw. programmabhängig.


Zu den EU-Aktionsprogrammen gehören zum Beispiel das EU-Programm für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport Erasmus+, das EU-Kulturprogramm Creative Europe, das EU-Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger Europe for citizens, das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020, das EU-Umweltprogramm LIFE oder das EU-Programm zur Unterstützung von KMU COSME. Die EU-Kommission hat deren Verwaltung meist an sogenannte Exekutivagenturen übertragen. Hier können zumeist über ein elektronisches Portal, auf dem regelmäßig die Ausschreibungen mit Einreichfristen (Call for proposals) veröffentlicht werden, Projekte von einzelnen Projektträgern und ihren Projektpartnern aus anderen EU-Mitgliedstaaten eingereicht werden. Bei manchen Programmen kann dies auch über nationale Kontaktstellen in Österreich durchgeführt werden. Die Höhe der EU-Mittel hängt hier also von den jeweils erfolgreichen Einreichungen direkt bei der EU-Kommission bzw. deren Exekutivagenturen ab.